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(Ohn)macht der Betroffenen, (Ohn)macht der Forschenden, (Ohn)macht der Behörden? Zum Spannungsverhältnis zwischen aktenbildenden Ämtern, Archiven sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Archive verfolgen das Ziel, den Benutzerinnen und Benutzern einen möglichst umfassenden Zugang zum Archivgut zu eröffnen. Neben der Erschliessung (Erstellung geeigneter Findmittel), der Online-Stellung von Findmitteln und Digitalisaten sowie den Öffnungszeiten, beeinflussen die archivische Bewertung und der Datenschutz die Zugänglichkeit entscheidend.

Die archivische Bewertung beschäftigt sich mit Auswahlverfahren und findet häufig bei seriellen Massenakten ihren Niederschlag. Diese mächtigen Verfahren bestimmen die Überlieferungsbildung. Personendossiers sind davon oftmals betroffen. Es werden exemplarisch Methoden archivischer Bewertung von seriellem Archivgut vorgestellt und mögliche Resultate geschildert.

Dem Datenschutz wird durch geeignete Schutzfristen Rechnung getragen. Schutzfristen sind dazu da, das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung der in den Akten vorkommenden Personen zu gewährleisten. Archive sind unter anderem Pfeiler einer demokratischen Rechtsordnung und spielen ihren Part zur Umsetzung des Grundrechts auf Information. Und als weiteres archivrechtlich relevantes Grundrecht ist dasjenige der Forschungsfreiheit zu nennen. Archive bewegen sich im Spannungsdreieck der genannten Grundrechte, sie stehen sowohl im Dienst der Staatlichkeit als auch im Dienst der Betroffenen und der Öffentlichkeit. Der Beitrag leuchtet aus, wie die Spannungsfelder rechtlich ausgestaltet werden können, welche Praxis sich dazu etabliert hat und wie sich diese auf die Forschung auswirkt.

ReferentIn


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