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Macht und Ohnmacht der „Schweizerischen Textilkammer“, 1972-­‐1990

Nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch gelang es im Jahr 1972, eine Dachorganisation zu gründen: die Schweizerische Textilkammer. Ihr gehörten die zehn wichtigsten Branchen- sowie die drei wichtigsten Arbeitgeberverbände an; bis ins Jahr 1990 nahm sie die wirtschaftspolitischen Interessen von 450 Unternehmen und 40'000 Beschäftigten wahr.

Im geplanten Beitrag soll das Innenleben dieses Dachverbandes untersucht werden. Was auf den ersten Blick als Narrativ einer Machtkonzentration daherkommt, stellt sich bei näherem Hinsehen als bewährungskräftiges Neben-­ und Gegeneinander von Routinen, Spezialinteressen und Abgrenzungsbestrebungen heraus. Unter den Verbandsmitgliedern machte sich bald einmal ein Gefühl der Ohnmacht breit. Vor diesem Hintergrund interessiert mich das von der französisch-­8 wie deutschsprachigen 9 Verbandsgeschichtsforschung gleichermassen monierte „Mikropolitik“-­‐Desiderat: Gelang es der Schweizerischen Textilkammer, gemeinsame Problemwahrnehmungen zu formulieren und daraus verbindliche Strategien abzuleiten? Ging mit dem verbandspolitischen Zusammenschluss gleichzeitig ein Organisationslernen (asiatische Billigkonkurrenz, kapitalintensive Rationalisierungsprogramme, Arbeitskräftemangel, erratische Mode-Rhythmen etc.) einher? Welche Textilunternehmen stellten aus welchen Motiven ihre Ressourcen der Schweizerischen Textilkammer zur Verfügung? Wurden institutionelle Vorkehrungen getroffen, um die in spannungsreichen Aushandlungsprozessen unterlegenen Mitgliedervoten und -­interessen aufzufangen?

ReferentIn


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