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Repräsentation weiblicher Macht in der antiken östlichen Mittelmeerwelt

Donnerstag, 9. Juni
09:15 bis 10:45 Uhr
Raum 3028

Statuen, Inschriften, Papyri und Münzprägungen zeugen von dem Bemühen vieler antiker Herrscherdynastien, aber auch ihrer Untertanen, die weiblichen Angehörigen dieser Dynastien öffentlich hervorzuheben. Antike Autoren erzählen immer wieder von herrschsüchtigen Frauen in hellenistischen Dynastien und römischen Kaiserhäusern sowie nah- und fernöstlichen Reichen. Besonders aufschlussreich sind die Geschichten und Darstellungen von Machthaberinnen der seleukidischen und ptolemäischen Königshäuser. Die „Königin der Könige“, Kleopatra VII. Philopator, beispielsweise stand als letzte machthabende Ptolemäerin in Nordafrika und weiten Teilen des Nahen Ostens in Konkurrenz zu männlichen Dynasten und römischen Oberbefehlshabern. Als ptolemäische Machthaberin ist sie, so wie ihre Vorgängerinnen, in zahlreichen Papyri, Steininschriften und Münzprägungen mit ihren dynastischen Titeln und Funktionen sowie eigenen Regierungsjahren bezeugt. In der antiken Literatur wird sie hingegen häufig sehr negativ dargestellt.

Im Gegensatz zu den zahlreichen Münzabbildungen hellenistischer und römischer Dynastinnen sind dagegen auf parthischen Münzen mit einer einzigen Ausnahme, nämlich Musa, keine Portrait-Darstellungen von Machthaberinnen bezeugt. Die parthische Großkönigin Musa, eine ehemalige römische Sklavin, war den Parthern als Geisel bzw. Geschenk übergeben worden. Auffällig ähnlich sind Historiographie bzw. Legendenbildung und neuzeitliche Rezeption im Falle der Assyrerkönigin Semiramis und der japanischen Kaiserin Jingū. Als großartige Heerführerinnen sollen sie ihr Geschlecht zurückgesetzt, aber nicht gänzlich verleugnet haben.

Wie treten diese Frauen in den verschiedenen Medien in Erscheinung? Welches Handeln steht im Vordergrund und wie wird dieses bewertet? Widerspiegelt sich in dieser Repräsentation die tatsächliche Macht der Dynastinnen? Wie werden geschlechterspezifische Eigenschaften dargestellt?

Solche wichtigen Fragen nach strukturellen Eigenschaften ‚weiblicher‘ Macht und ihrer Repräsentation in den antiken Quellen sollen anhand von Fallbeispielen gemeinsam im Panel erarbeitet und im Rahmen dreier Vorträge diskutiert werden.

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