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Macht und Weiblichkeit – historische und zeitgenössische Annäherungen an Handlungsräume mächtiger Frauen

Samstag, 11. Juni
13:45 bis 15:15 Uhr
Raum 3059

Macht und Herrschaft sind zentrale Begriffe der feministischen Theorie wie auch der Geschlechtergeschichte. Zahlreiche Untersuchungen haben das Geschlechter- als ein Herrschaftsverhältnis zum Gegenstand, wobei der Handlungsspielraum von Frauen meist als reaktiv auf (männliche) Zuschreibungen in die Geschichtsschreibung Eingang findet. Wenn ihre aktive Handlungsmacht bezogen auf die Geschlechter- und Gesellschaftsordnung untersucht wurde, dann oftmals nur im Sinne von Widerständigkeit, Subversion oder Mittäterschaft.

Mit dieser Perspektive lässt sich jedoch nicht angemessen aufzeigen, inwiefern Frauen in machtvollen und einflussreichen Positionen selbst Vorstellungen, Praxen und Normen (von Weiblichkeit) ausarbeiten und als gesellschaftlich relevant, wenn nicht gar hegemonial setz(t)en. Dabei geht es nicht nur um vorherrschende Lebensweisen von Frauen, sondern auch um die (Re-)Produktion einer Geschlechter- und Gesellschaftsordnung. Diese Aushandlungsprozesse gilt es auszuloten und auch in ihren Widersprüchlichkeiten darzustellen. Rebekka Habermas (2000) hat dies im Bezug auf die Frauen des Bürgertums detailliert aufgezeigt und auch Susan E. Marshall (1997) mit dem Fokus auf Gendered Class Interests bei der Auseinandersetzung um das Frauenstimmrecht in den USA.

Das Panel situiert sich in diesem Forschungskontext und wird von der Frage geleitet, wie machtvolle Frauen (Macht-) Ordnungen (mit-) ausarbeiten und aufrechterhalten. Ziel ist es, diese Handlungsmächtigkeit in verschiedene Richtungen zu pointieren und machttheoretisch zu reflektieren sowie als historische Prozesse zu analysieren:

Welche Beispiele von Frauen in machtvollen Positionen lassen sich finden, was wird als machtvoll verstanden und wie wird ‚Macht’ ausgeübt? Welche Weiblichkeitskonstruktionen sind damit impliziert und welche Macht- oder Herrschaftsverhältnisse (zum Beispiel Stratifikationen) gehen damit einher? Inwiefern werden diese Machtpositionen gegenüber anderen Gesellschaftsmitgliedern legitimiert? Welche Transformationen oder auch welche Persistenz von Handlungsräumen mächtiger Frauen lassen sich durch die Analyse historischer Prozesse nachzeichnen?

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Tagungsorganisation: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte und Historische Institute der Universität Lausanne | Kontakt