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Visuelle Repräsentationen politischer Macht im südöstlichen Europa

Freitag, 10. Juni
16:30 bis 18:00 Uhr
Raum 3032

Wie nutzten Politiker im südöstlichen Europa visuelle Mittel, um ihre Macht durchzusetzen? Das Panel stellt drei Beispiele quer durch die südosteuropäische Halbinsel und das 20. Jahrhundert vor:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kämpften im österreichisch-ungarischen Küstenland Italiener und Südslawen um die politische Deutungshoheit. Die katholische Kirche spielte dabei eine zentrale Rolle, da die nationalen Gegensätze sich entlang von klerikal-antiklerikalen Frontlinien aufbauten. Der Beitrag von Péter Techet analysiert die visuelle Symbolik dieser Konflikte anhand von Fallbeispielen aus den Hafenstädten Triest und Rijeka/Fiume und ihrem istrischen Hinterland.

Im osmanisch dominierten Teil Südosteuropas waren menschliche Abbilder aus kulturreligiösen Gründen verboten. Die Fotografie blieb daher bis nach dem Ersten Weltkrieg eine Domäne der kleinen städtischen Eliten. Ihre rasche Verbreitung in der Zwischenkriegszeit war eng verknüpft mit dem Aufstieg politischer Führerfiguren, die ihre Botschaften mittels Presse, später auch Radio, Kino und Fernsehen verbreiteten. Joël László analysiert das Beispiel des Begründers der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, in verschiedenen Stadien seiner Karriere zwischen 1919 und 1938.

Das dritte Beispiel behandelt die Periode des Zweiten Weltkrieges und des daran anschliessenden Kalten Krieges. Nataša Mišković arbeitet anhand des Fotoarchivs des jugoslawischen Partisanenführers und Präsidenten Josip Broz Tito heraus, wie dieser mithilfe der im westbalkanischen Bergland verankerten Männlichkeitsbilder des Helden und des Patriarchen seine Autorität in der Bevölkerung und auf der internationalen Bühne erfolgreich durchsetzte.

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