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Kriegsmaterialmacht? Politik, Wirtschaft und Technik von Rüstungsgütern in der Schweiz des Kalten Krieges

Donnerstag, 9. Juni
09:15 bis 10:45 Uhr
Raum 3068

Die Erinnerungen an den Kalten Krieg sind geprägt durch das Wettrüsten zwischen den USA und der UdSSR und zentrieren sich um den militärisch-industriellen Komplex der Grossmächte und die Atombombe als Kulminationspunkt technischer Systeme. Um den Kalten Krieg als globales Gravitationsfeld historisch zu begreifen, richtet die Geschichtsforschung den Blick nun aber vermehrt auf die dezentralen Schauplätze dieser Epoche, so insbesondere auf die neutralen und die blockfreien Staaten. Wie gestaltete sich in Ländern, die nicht im Zentrum des Systemkonflikts standen, das Zusammenspiel zwischen Regierung, Industrie und Wissenschaft, um Waffensysteme, Militärtechnologien und Verteidigungsmittel zu entwickeln und damit Handel zu treiben?

In Bezug auf die ‚neutrale’ Schweiz stellen Politik, Wirtschaft und Technik von Rüstungsgütern während des Kalten Krieges einen noch weitgehend unerforschten Gegenstand der Geschichtswissenschaft dar. Inwiefern war die Schweiz während des Kalten Krieges eine Kriegsmaterialmacht, die auch auf internationalem Terrain eine Rolle spielte? Inwieweit wurden die Herstellung und der Handel mit militärischen Gütern ermöglicht und gefördert, wo aber auch eingeschränkt oder gar verboten? Welche politischen Positionen und gesetzlichen Grundlagen, aber auch welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technischen Entwicklungen beeinflussten die Produktion und den Export von Rüstungsgütern in der Schweiz? Welche nationalen Bezugspunkte und internationalen Entwicklungen prägten aussenpolitische Strategien und ökonomische Kalküle in diesem Geschäftsbereich? Liesse sich gar von einem schweizerischen militärischen-industriellen Komplex sprechen? Das Panel vereint Forschungsbeiträge zur Geschichte der Rüstungspolitik, der Wehrtechnik und der Kriegsmaterialindustrie in der Schweiz während des Kalten Krieges. Es beabsichtigt damit, einen schweizerischen Beitrag zur Erforschung der Kriegsmaterialkultur des Kalten Krieges zu leisten.

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