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Macht über andere: Interpersoneller Einfluss zwischen Antike und Mittelalter

Samstag, 11. Juni
09:15 bis 10:45 Uhr
Raum 3028

Wer eine Person beeinflussen kann, übt über sie Macht aus. Die Mittel und der Erfolg dieses Unterfangens hängen nicht nur von individuellen Fähigkeiten und Dispositionen ab, sondern auch von sprachlichen, mentalen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Einflussnahme codieren. Es gibt also Einflusskulturen, die historischem Wandel unterliegen. Dieses Phänomen, das sich zu allen Zeiten in Quellen niedergeschlagen hat, lässt sich besonders gut in der Spätantike untersuchen, in der die angesprochenen Rahmenbedingungen beschleunigtem Wandel unterlagen.

Interpersoneller Einfluss ist von Historikern eher beiläufig untersucht worden. In den letzten Jahren wurden durch die Rezeption von sozialwissenschaftlichen Ansätzen zwar große Fortschritte darin erzielt, die Regeln und Bedingungen von Gruppen-Entscheidungen in der Vormoderne besser zu erfassen, so dass Entscheidungsverfahren erstmals zum primären Gegenstand historischer Forschung geworden sind. Für eine Untersuchung, welche Rolle das Interpersonelle in individuellen Entscheidungen spielte, gibt es hingegen kein vergleichbares Instrumentarium. In der Mediävistik haben die Arbeiten von Gerd Althoff freilich wichtige Akzente gesetzt: Durch sein Modell der symbolischen Kommunikation geraten die einzelnen Akteure und ihre Beratungen in den Blick. Im Umfeld Althoffs sind dabei wichtige Forschungen zu Beratung und Vermittlung sowie Freundschaft entstanden. Da in den Sozialwissenschaften zumeist auf das Verhältnis von Individuum zu Gruppe, Gesellschaft oder Medien abgehoben wird, bieten sie wenige Anregungen, interpersonellen Einfluss konzeptuell zu fassen.

Dieses Panel überlegt, mit welchem Instrumentarium sich interpersoneller Einfluss als historische Größe erfassen lässt. Welche Ansätze gibt es in den verschiedenen historischen Teildisziplinen und in den Hilfswissenschaften? Welche Chancen und welche Grenzen haben sie? Kann ein Modell dabei helfen, zeitspezifische Einflusskulturen diachron vergleichbar zu machen? Welches Material aus Spätantike und Frühmittelalter eignet sich besonders für die Untersuchung?

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Tagungsorganisation: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte und Historische Institute der Universität Lausanne | Kontakt