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Geschlecht und Sexualität im Wandel der Zeit – von wegen «natürlich»

Geschlechtergeschichte und Sexualitätsgeschichte sind im Programm der Schweizerischen Geschichtstage stark vertreten. Gerade jetzt, wo die Kritik an der sogenannten «Genderideologie» die öffentliche Debatte prägt, lohnt es sich, etwas Abstand zu nehmen und mit einem historischen Blick auf die Thematik zu schauen. Denn in den Geschichts- wie anderen Geisteswissenschaften wird seit der Einführung und Etablierung der Analysekategorie «Gender» in den 1970er und 1980er Jahren systematisch darüber nachgedacht, wie Geschlechterbeziehungen determiniert werden und wie Geschlechterrollen sozial konstruiert sind.

In den Panels an den Geschichtstagen wird diskutiert, wie selbst die Bedeutung der Kategorien «Mann» und «Frau» je nach historischer Epoche, Kontext und Ort variiert; wie Macht im Spiel ist, wenn es um die Definition von Männlichkeit und Weiblichkeit geht; wie sexuelle Identität einvernehmlich oder in Opposition zu dominierenden sozialen Normen konstruiert wird, etc. Wie verhielten sich etwa Frauen in der Schweiz im 18. Jahrhundert angesichts der Rollen, die ihnen in der Familie oder im Kloster vorgegeben waren? Wie variierte dies nach Konfession und Zivilstand? Dank historischer Quellenarbeit kann gezeigt werden, wie sich Protestantinnen und Katholikinnen, verheiratete, ledige und verwitwete Frauen gegenüber den Normen und Machtverhältnissen sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich behaupten konnten. Weitere Panels beschäftigen sich mit Machtverhältnissen in Paarbeziehungen in der Antike, mit der Rolle von Frauen bei der Schaffung von sozialen Institutionen nach dem zweiten Weltkrieg oder mit Macht und Sexualität, sei sie hetero- oder homosexuell, gegen Bezahlung oder nicht.

Mit Joan Wallach Scott konnte eine Pionierin im Bereich der Geschlechtergeschichte für einen Keynote-Vortrag gewonnen werden. Sie referiert über das Verhältnis von Geschlecht und Politik.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Karine Crousaz, Dozentin an der Universität Lausanne: Karine.Crousaz@unil.ch


Tagungsorganisation: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte und Historische Institute der Universität Lausanne | Kontakt