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L'homme digital, Frédéric Clavert

Digital Humanities: Eine Herausforderung für Historikerinnen und Historiker

Digital Humanities – oder digitale Geisteswissenschaften – gewinnen zunehmend an Bedeutung in Forschung und Lehre, sowohl in der Informatik als auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften. An zahlreichen Universitäten werden entsprechende Lehrstühle gegründet und spezifische Lehrpläne zusammengestellt. Am Hochschulstandort Lausanne werden im Herbst 2016 zwei neue Masterprogramme zu diesem Thema lanciert, eines an der EPFL, das andere von der Philosophischen Fakultät, der Fakultät für Sozial- und Politikwissenschaften sowie der Fakultät für Theologie und Religionswissenschaften an der Universität Lausanne.

Das Fach Geschichte entgeht diesem Trend und den Grundsatzfragen, die er aufwirft, nicht: Inwiefern eröffnen sich neue Möglichkeiten für unsere Arbeitsweise und wo besteht die Gefahr von Verzerrungen? Müssen sich Historikerinnen und Historiker in blosse Programmiererinnen und Programmierer verwandeln? Sind neue digitale Formen der Geschichtsschreibung – und der Visualisierung – im Begriff, traditionelle Formate wie den Fachartikel und die Monographie zu verdrängen?

Die Schweizerischen Geschichtstage 2016 räumen diesen entscheidenden Fragen viel Platz ein. Sie werden in drei unterschiedlichen Formaten diskutiert. Erstens werden Kurzpräsentationen, sogenannte «Flash Presentations», dem Publikum die Möglichkeit geben, aktuelle Projekte kennenzulernen, die auf innovativen digitalen Werkzeugen basieren. Dabei werden sowohl Neuigkeiten im Zusammenhang mit den bekannten Datenbanken und Lexika zur schweizerischen Historiographie (Diplomatische Dokumente der Schweiz, Historisches Lexikon der Schweiz) als auch «Prototypen», welche im Rahmen von kleineren Projekten entwickelt werden, vorgestellt.

Zweitens wird in einem Panel die Frage nach der «Macht der Algorithmen» aufgegriffen. Hinter der vordergründigen Neutralität von Suchmaschinen verbirgt sich nämlich eine besonders undurchsichtige Kodierung, welche Hierarchien und somit den Zugang zu bestimmten Informationen beeinflusst. Mehrere Fallstudien beschäftigen sich mit der Rolle dieser Algorithmen und fragen insbesondere, wie sie zur Verstärkung oder aber zur Umgehung von Normen beitragen.

Verschiedene Roundtables zu aktuellen Herausforderungen für die historischen Wissenschaften werden es schliesslich erlauben, auf die konkreten Folgen der digitalen Wende für die Forschungspraxis zurückzukommen. Ein besonderes Augenmerk wird auf Publikationsweisen und auf den neuen Funktionen von Archiven und Bibliotheken liegen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Prof. François Vallotton: Francois.Vallotton@unil.ch


Tagungsorganisation: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte und Historische Institute der Universität Lausanne | Kontakt